Das Moor ist eine Installation, die wächst. Das letzte Moor gab es 2004 zu sehen, nun gibt es 2009 More Moor. Auf den Ausstellungsraum Bezug nehmend, entwickelt Verena Issel das Moor weiter als Installation für diesen Raum. Jedes Objekt ist dabei ein autonomes, für sich stehendes Stück.
Changierend zwischen Malerei und Gebautem entstehen verschiedenartige Mikrokosmen in unterschiedlichen Materialien – von Holz, Pappe und Styropor bis hin zum Film erhalten diese hier einen Auftritt zwischen anarchischem Sprachsystem und konzeptueller Malerei.
Die Objekte werden zu einer umfassenden Rauminstallation verknüpft, ein Makrokosmos, der dabei immer wieder auf die Mikrokosmen reflektiert. Durch die Kombination der einzelnen Stücke entstehen Bedeutungserweiterungen und – Verkürzungen, ein fragiles Bezugssytem entfaltet sich. Immer spielt Raum eine Rolle - Architektur und Anarchitektur im Bild und ohne Bild; 1,2 und 3 Dimensionen mit und ohne Raum, Bild und Skulptur, Stillstand und Film, Malerei ohne Farben, Farben ohne Raum...
Ein Ding wird zu zwei Dingen, zwei Dinge werden zu dreizehn Dingen- mindestens. Text, Kontext- Dekontextualisiert - Rekontextualisiert, konstruiert, dekonstruiert, überkonstruiert. Das Moor wächst weiter.
Verena Issel: MORE MOOR
23. Februar - 5. März, 09