Ich beginne meine Zeichnungen mit einer realen Vorlage. Meist sind es Dinge aus dem häuslich-alltäglichen Bereich wie zum Beispiel Frühstücksbretter (am liebsten mit Gebrauchsspuren) oder Lampen aller Art.
Die Wahrnehmung des erblickten Gegenstands ist sehr subjektiv, sodass das das Bild mehr und mehr von meiner Fantasie bestimmt wird. Eine Verbindung von realen Gegenständen mit der fantastischen Wahrnehmung ist für mich essentiell.
Die Auseinandersetzung mit den Dingen des alltäglichen Lebens auch. Sie durchzieht meine gesamte künstlerische Arbeit. Schon als Kind war ich von der Atmosphäre häuslicher Einrichtungen und Utensilien stark beeinflusst (meist negativ), fühlte mich ihr geradezu ausgeliefert. So habe ich später in Rauminstallationen und Assemblagen die atmosphärische Wirkung von häuslicher Einrichtung untersucht und mir im Umgang mit den meist künstlichen Materialien (oft Imitationen aus Kunststoffen) auch eine befreiende Wirkung verschafft (wenn ich selber ein Gruselkabinett herstellen kann, muss ich mich nicht davor fürchten).
Die Arbeit mit Materialien empfand ich irgendwann zu einengend und begrenzend. Mit dem Buntstift dagegen arbeite ich mich zu den Dingen durch und habe die komplette Regie, in der am Ende die 'totale Zeichung' entstehen kann.
(Regine Kux)
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