WERBEFELDZUG
In einer Kreuzung aus dem Repertoire postminimalistischer Skulptur und den vielmehrversprechenden Taschenspielertricks gelernter Schauwerbegestalter, wurde mittels Spiegelfolie, Neonröhren, gelber UV-Folie (zum Schutze vorm ausbleichen der Kunst) und einem Styroporsockel aus dem (Ausstellungsraum) 'Trottoir' das gemacht, was es ist: ein Schaufenster - das Medium der Stadtwahrnehmung schlechthin.
Obwohl eigentlich nichts ausgestellt war, zog es die Passanten für zwei Wochen an, um sich im Schneematsch davor zu sonnen.
Da dieser Altar des Kapitalismus als Triptychon auch zwei Flügel hat, war es nicht schwer, die Globalisierung voranzutreiben - ganz so, wie es sich für eine gute Galerie heute gehört. So flog die Installation als Nachbau in der galerie Fotohof / Salzburg ein und schliesslich in jener Filiale der altehrwürdigen Galerie Maeght/Barcelona. In letzterer allerdings auf Duratrans - von hinten beleuchtete, wie Werbefläche. Als solche endgültig ungeeignet, noch etwas anpreisbares hineinzustellen, kam es dann nach Paris in die Sammlung der Edition Silverbridge
(trottoir)
(bei weiteren Fragen: silverbridge@free.fr)