Christoph Ziegler

Solo in der Kombüse (eine semi-performative Rauminstallation) Kiosk, Camping - Kajüte - Kapuze, Selfmadecontainer, Gartenlaube, Kleintierkäfig ...

 

Innerhalb des urbanen Spektrums virtueller Raumentwürfe und sozialer Aggregatzustände ist wohl alles vorstellbar, was als Behälter für Notwendigkeiten und Träume dient: Von der Hülle für den eigenen Körper und seiner Bedürfnisse bis zur glatten Abstraktion utopisch glimmernder Bauklötze technokratischer Vergesellschaftungsfantasien.

 

Christoph Ziegler lenkt den Blick auf die Körper der urbanen Zwischenräume. Entgegen dem geometrischen Kanon des normalisierten, elektrisierten und kontrollierten Stadtkörpers werden Nischen, Lücken und Leerstellen durch ein individuelles, existenziell verräumlichtes Bedürfnis ausgefüllt. Am Zustand dieser Zwischenräume lässt sich der ökonomische Anspruch des architektonischen Um-Raumes ermessen – ein- und auszugrenzen, Schutz, Funktionalität und soziale Kommunikation zu konstruieren. Auf dem Terrain dieser Zwischenräume, werden hybride skulpturale Konstruktionen aus Kiosk, Camping - Kajüte - Kapuze, Selfmadecontainer, Gartenlaube, Kleintierkäfig, usf. gefunden, platziert, vergessen, versteckt.

 

 

 

 

Christoph Ziegler setzt sich seit einiger Zeit mit den Innen- und Außenseiten architektonischer Konstrukte auseinander, welche er mit Hilfe von Holzlatten, Sperrholz, Karton und Folien teils als modellhafte Hauskörper, teils als raumfüllende, begehbare (Licht-/Ton-)Installationen zu Objekten fiktional-funktionalistischer Form und harscher Hobbytextur collagiert.